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AUFRUF zur gemeinsamen BILDUNGSDEMONSTRATION:

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Geschrieben von: Peiritsch

10. September 2011, 11.00 Uhr am Alexanderplatz...

HIER Informationen zum DEMOAUFRUF:

   

Der PROTEST

Geschrieben von: Peiritsch

DEMONSTRATION 09.06.2011- Nachschau:

Gallerie und Vorschau hier

Hier: Senat hat Verständnis für den Bildungsprotest und droht bei Teilnahme an der Kundgebung am 09.06.2011

DIE ROTEN KARTEN:

05.05.2011: Die Aufkleber sind nun zum Verteilen und Protestieren bereit

 

 

Der Berliner Landeselternausschuss organisiert einen landesweiten Elternprotest, der sich gegen die eklatante Unterfinanzierung unserer Schulen richtet. Hierbei sollen der Politik für den Umgang mit unseren Schulen rote Karten gezeigt werden. Dabei handelt es sich um Aufkleber mit unterschiedlichen Motiven zur Aktion mit entsprechenden Erläuterungen auf der jeweiligen Rückseite. In der ersten Phase bis Anfang April werden auf dieser Seite und in direkter Kommunikation Spenden für die Drucklegung gesammelt. Ab ca. Mitte April gehen diese Karten dann in die Verteilung. Dieser Protest wird bis in den Herbst von unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktionen begleitet.

Diese Roten Karten deuten nicht auf die Parteifarben der derzeitigen Regierungsparteien, sondern sind an alle politischen Parteien Berlins adressiert.

Eltern fordern eine spürbare Erhöhung des Bildungsbudgets und einen Stopp des jahrzehntelang ignorierten Abbaus der Substanz unserer Schulen und des Bildungssystems.


11°C(+) im Klassenraum sind zuwenig.

Wenn die Öffentlichkeit auf die geleisteten Investitionen in unsere Schulgebäude von über einer Milliarde Euro im Rahmen des Investitionsprogrammes des Bundes in den letzten 2 Jahren verwiesen wird und man weiß, dass noch weitere hunderte Millionen dazukommen müssen, um den Anforderungen des Schulbetriebes gerecht zu werden, dann wird damit das Ausmaß des Investitionsrückstaus in unseren Schulen aus den letzten Jahrzehnten deutlich sichtbar. An dieser Entwicklung haben alle Parteien in unterschiedlichen Konstellationen in der Vergangenheit mitgewirkt.

Dieser hingenommene Verlust an geeignetem schulischem Gebäudebestand spiegelt sich 1:1 bei der ausgedünnten personellen Ausstattung unseren Schulen wider.

 

Auch die in den letzten Jahren überfällige und mittlerweile in großen Teilen ins Laufen gebrachte Schulreform wird mit ihrer unterfinanzierten Ausstattung um die Chancen einer positiven Entwicklung gebracht.

Berlins Eltern wollen keine Versprechungen oder Bemühungen mehr, um eine Verbesserung dieser Situationen serviert bekommen. Die Mangelwirtschaft in den Schulen ist nicht mehr zu übersehen. Verweise auf Verbesserungen der Berliner Situation, gemessen an schlechteren Bedingungen anderswo, oder positive Zahlenwerke, die eine verzerrte Wirklichkeit wiedergeben, beleidigen zunehmend und sind nicht länger hinzunehmen. Die Berliner Elternschaft besteht auf konkrete Ergebnisse und einen anderen Schulalltag mit zeitgemäßen Bildungs- und Entwicklungschancen für ihre Kinder.


Es hat den Anschein, als handle es sich um schicksalshafte Ereignisse mit wiederkehrendem Charakter, wenn von dem immer wiederkehrenden Personalnotstand, den Mangelfächern und dem leer gefegten Markt bezüglich dringend benötigter Lehrer die Rede ist.

Für Anreize, die eine Abwanderung der Referendare in andere Bundesländer vermeiden und für die pädagogische Qualifizierung von externem Fachpersonal als geeignete Seiteneinsteiger in den regulären Schulbetrieb , zu existenzsichernden Bedingungen, fehlt es an der Zahlungsbereitschaft der Politik.

Man beschwört Sachzwänge und nimmt letzten Endes die Verschleißerscheinungen des überforderten und unterbesetzten Schulpersonals sowie die kontinuierlich ansteigende Zahl der langzeiterkrankten Lehrkräfte, also den realen Personalschwund, in Kauf.

Eltern machen da nicht mehr mit. Der zu geringe Bildungsetat ist keinem unheilvollen Schicksal, sondern einer falschen Prioritätensetzung und der fehlenden Entschlossenheit zur zeitgemäßen Ausgestaltung unserer Schulen geschuldet.

Der Mangel an unseren Schulen wird auf den Rücken unserer Kinder geladen. Unterrichtsausfall in einer unzumutbaren Größenordnung, nicht fachgerechter Ersatzunterricht, „Streckung von Lehrkraft“ mit Unterricht bis in die frühen Abendstunden und danach noch Hausaufgaben bis in den sehr späten Abend - die Schüler sind platt.


Immer neue Aufgaben sind von Schule ohne zusätzliche Mittel zu stemmen. Diese Mehrlasten sollen in der Regel „kostenneutral“ organisiert oder durch gerechtere Verteilung des Mangels reguliert werden.

Eltern fordern eine entsprechende Ausstattung des Bildungshaushaltes, damit wieder regulärer Unterricht flächendeckend möglich wird und darüber hinaus die benötigten Rahmenbedingungen für einen zeitgemäßen Schulbetrieb geschaffen werden.

Egal von welchen Problembereichen in unseren Schulen jeweils die Rede ist, sie lassen sich größtenteils nicht wirklich inhaltlich diskutieren, da es bereits an den grundlegenden Voraussetzungen mangelt. Zeitgemäße Schulqualität ist nun mal nicht kostenneutral zu haben - das ist Quatsch.


Die Situation an unseren Schulen ist problematisch - ein Hilferuf, wie der unserer Banken, soll helfen. Die jeweils bereitgestellten Mittel für Bildung werden bekanntermaßen verlässlich zurückbe-

zahlt…so oder so. Schule macht Berlin.


Die Argumentation, dass Berlin im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition in den Haushaltsausgaben für Bildung einnimmt, erzählt in erster Linie etwas darüber, wie klein in Deutschland die Bereitschaft ist, in Bildung zu investieren. Ein Blick in den realen Schulalltag zeigt, was ein solches Argument im Konkreten bedeutet und wieviel man für unser Bildungswesen, im wahrsten Sinne des Wortes, übrig hat.

 

Dafür werden Eltern den Berliner Politikern die ROTEN KARTEN zeigen.
Wir fordern ein Umdenken im Umgang mit einer unserer wichtigsten Ressourcen – der Bildung.

 

Berlin, 04.03.2011


Für den Landeselternausschuss


Günter Peiritsch

Vorsitzender

   

Die Rahmenbedingungen des Protestes:

Geschrieben von: Peiritsch

  • Die Träger, Helfer und Medien des Protestes
  • Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Bisher aktive Beteiligung und Zustimmung

 

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