Rote Karte 18.05.2011: "...Ich brauche keine Verbeamtung!"

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Rote Karte für zu wenig Lehrer hier zum Beitrag:

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wir weisen auf unsere Protestdemonstration am 9. Juni hin. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gehen wir für mehr Geld für die Berliner Schulen auf die Straße. Ab 12.30 geht es los, wir starten am Rosa-Luxemburg-Platz und laufen zum Brandenburger Tor. An einzelnen Schulen wird bereits über "Projektunterricht" nachgedacht: praktische Demokratie, Geschichte des Brandenburger Tores, Straßennamen in Mitte. Auch "Wandertage" werden diskutiert. Wir hoffen, dass neben den Schülern und Lehrern auch viele Eltern dabei sein können - gönnen Sie sich eine lange Mittagspause!

Mehr Informationen gibt es demnächst.

 

Die heutige Rote Karte vergeben wir heute für die personelle Unterausstattung der Schulanfangsphase. Der Bericht eines Lehrers über seine Arbeit mit den Lernanfängern in einer Berliner Grundschule macht die unhaltbare Situation mehr als deutlich.

"Ich habe kleine Mädchen, die kommen von den Bonbons nicht auf die abstrakte Rechenebene; da muss ich daneben sitzen und immer wieder Rechenchips zählen und legen lassen. Ich habe Verweiler der Klasse 2., die aufgrund verschiedener Probleme, die Kinder in der heutigen Zeit eben haben (z. B. habe ich 2 Kinder mit nicht zurück gebildeten kindlichen Reflexen, die meine ständige Zuwendung benötigen), die den Stoff der 2. Klasse noch immer nicht packen... Ich soll individuell arbeiten und jogge dabei manchmal durch die Klasse.

Verdammt, die Schüler haben ein Recht auf einen guten Unterricht, der zu den herrschenden  Bedingungen nicht realisierbar ist. Ich brauche keine Verbeamtung und nicht noch mehr Geld; das könnte mich nicht locken. Eine SAPH-Klasse mit 20 Kindern und einem 2. Pädagogen wären für mich ein echter Anreiz."

 

Wir Berliner Eltern fordern Unterstützung für die Berliner Grundschullehrer!

Zwei Lehrer in einer Schuleingangs-Klasse sind kein übertriebener Luxus, sondern eine Notwendigkeit, der die Politik endlich gerecht werden muss. Es gibt Schulen, die das so organisieren - aber einen hohen Preis dafür zahlen: die Reinhardswald-Grundschule in Kreuzberg unterrichtet ihre Lernanfänger durchgängig mit zwei Lehrern, hat aber dafür ihre Klassenfrequenz auf 28 Kinder erhöht. Das ist zwar kreativ, aber trotzdem nur der zweitbeste Weg.

 

Geben Sie mehr Pädagogen in die Saph! Auf den Anfang kommt es an, das ist eine Binse.Wenn der Start gelingt, ist alles danach viel leichter - für die Kinder, die Lehrer und die Eltern. Bis es soweit ist, gehen - alle gemeinsam - auf die Straße. Für mehr Geld für bessere Bildung in Berlin!

 

 

Die RoteKarte für zu wenig Lehrer - zum übermittelten Beitrag

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Mit freundlichen Grüßen

 

Daniela von Treuenfels

Landeselternausschuss

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